Über die Wunder dieser Welt

Einige von euch wissen vielleicht schon, das mein Herzmann und ich dieses Jahr heiraten werden. Aber nicht nur das bewegt und beschäftigt uns. Nein, wir sind auch schon seit geraumer Zeit in der Kinderwunschphase. Letztes Jahr haben wir es nicht unbedingt drauf angelegt, die Pille nehme ich nun aber seit gut einem Jahr nicht mehr. Allerdings waren wir uns einig „Wenn es passieren soll, dann ist das in Ordnung.“
Nun ist es so, dass es letztes Jahr nicht funktioniert hat und auch bis jetzt hat sich noch kein kleines Wunder bei uns eingeschlichen.

Heute möchte ich hier einmal über die Gefühle und Emotionen berichten, die in dieser Phase des Lebens mit einem einhergehen.
Seitdem wir offiziell für uns beschlossen haben ‚Wir möchten Schwanger werden‘ ist es wie ein Schalter, der sich im weiblichen Körper umstellt. Sobald wir Frauen mit Kindern oder Schwangerschaftsbäuche sehen geht uns das Herz auf. Ob wir das wollen oder nicht. Immer wieder beobachte Ich mich, wie ich das lächeln anfange wenn mich kleine Kinderaugen anschauen. Und bei jedem Shoppingtrip fallen einem sofort die süßen Babykleidungsstücke auf, die man am liebsten sofort alle einpacken und mit nach Hause bringen möchte. Aber hier muss man sich wirklich bremsen. Denn die Gefühle können überhand nehmen und sehr schnell in negative Gedanken und Emotionen umschwingen. Vor allem, wenn man Monat für Monat wartet, dass die Menstruation einfach ausbleibt.
Mittlerweile sehe ich lieber die Menstruation als einen negativen Schwangerschaftstest. Ein negativer Test bringt Emotionen an die Oberfläche, die einen überfallen und so schnell nicht wieder los lassen. Viele Frauen in der KiWu-Phase werden verstehen was ich meine.

Seitdem ich die Pille abgesetzt habe, damals übrigens aus gesundheitlichen Gründen, mache ich „NFP“ – die Symptothermale Methode. Für mehr Informationen schaut doch mal hier vorbei > https://www.mynfp.de/
Es hat mir am Anfang gut geholfen festzustellen wie sich mein Zyklus verhält. Dazu habe ich sehr viel über meinen Körper gelernt und auch darüber, dass der Körper einem sehr deutliche Signale gibt, wann er Empfängnisbereit ist. Alles Symptome, die durch die Pille unterdrückt worden sind. Man hat sie also nie kennengelernt und im nachhinein betrachtet empfinde ich die Zeit der Pilleneinname als verlorene Zeit. Sicher war es damals einfach, Unterleibsschmerzen und eine ungewollte Schwangerschaft mit der Pille zu verhindern. Allerdings bringt die Jahrelange Hormonbehandlung einiges mit sich. Nun bin ich seit knapp einem Jahr Pillenfrei und ich fühle mich besser denn je. Dank der Symptothermalen Methode hat es die ersten Monate auch reibungslos funktioniert nicht Schwanger zu werden. Ich wusste genau, wann wir verhüten mussten und wann nicht. Ein völlig neues Gefühl für die Partnerschaft.
Was ich euch hiermit auch sagen möchte, löscht eure „Zyklus-Apps“ die sich stupide nach einem Zyklus berechnen den ihr eingebt. Der Eisprung ist nicht immer am selben Zyklustag. Wusstet ihr, dass sich der Eisprung jeden Zyklus um 1-2-3 Tage nach hinten oder nach vorne verschiebt? Ich habe das auch nicht gewusst, aber durch die konsequente Zyklusbeobachtung konnte ich das klar sehen. Und man muss nicht immer die Temperatur messen, der Körper gibt einen auch andere Merkmale. Aber mehr, findet ihr auf der oben genannten Internetseite.

Nun ist es ja so, dass wir schon seit einigen Monaten am ‚üben‘ sind. Und bislang hat es leider noch nicht geklappt. Jeden Monat wurde ich deprimierter, was natürlich auch schwer für unsere Beziehung gewesen ist. Im letzten Zyklus habe ich mir ein Buch gekauft „Gelassen durch die Kinderwunschzeit“ – seitdem ich dieses gelesen habe, geht es mir wieder besser. Ich lerne täglich besser mit den Emotionen umzugehen und mich nicht so sehr unter Druck zu setzen. Das hat wiederrum positive Auswirkungen auf unsere Beziehung.
Nachdem wir jetzt allerdings seit einigen Monaten „erfolglos“ geblieben sind, habe ich mich dazu entschlossen mich mit meiner Frauenärztin zu unterhalten. Ende Februar habe ich meinen Termin. Bis dahin lasse ich noch bei meinem Hausarzt Blut abnehmen um die Schilddrüsenwerte bestimmen zu lassen, diese können mitunter ausschlaggebend für eine ausbleibende Schwangerschaft sein. Und da Erkrankungen in dieser Richtung familiär bekannt sind, schließe ich diese lieber einmal aus. Zudem glaube ich, schadet es nie seine Werte regelmäßig einmal überprüfen zu lassen, wenn familiär etwas bekannt ist. ;)

Nun bleiben wir gespannt und schauen einfach mal positiv in die Zukunft.
Wir hoffen, dass es 2017 klappen wird. Wir legen uns auf keinen Monat fest. Das kann man sowieso nicht planen und bis dahin hoffen wir einfach das beste.

Aus Alt mach Neu?

Es ist ein Sonntag wie jeder andere, habe ich geglaubt. Nachdem ich mit meinem Herzmann gefrühstückt habe und anschließend wieder ins Büro gewandert bin, weil ich für meine Weiterbildung und die anstehende Prüfung lernen wollte, habe ich noch fix mein Handy aus dem Schlafzimmer geholt.
Wie immer habe ich darauf geschaut und mit nichts wirklich gerechnet, es ist ja schließlich auch Sonntag. Und doch blieb ich stehen, gleichzeitig fühlte es sich an, als würde mein Herz das selbe tun. Ich hatte eine Nachricht, von einem Menschen der mir mein Leben lang sehr wichtig gewesen ist und es auch jetzt noch ist. Wir haben uns aus den Augen verloren und das war für mich schon sehr schmerzlich. Ich habe im Juli 2016 darüber schon einmal einen Beitrag geschrieben .. doch damit war es nicht getan. Es war nie abgeschlossen und das sollte es auch nie. Denn es gibt einfach Menschen, die man nicht aus seinem Herzen gehen lassen kann. Egal wie verletzt man gewesen ist. Eher habe ich mir etwas nicht verziehen, als ihr. Und auch im nachhinein betrachtet, weiß ich, dass es weniger der Neid gewesen ist, dass Sie schon Dinge vor mir bekam, nein es war schlicht und ergreifend die Sehnsucht nach diesem Menschen und der Schmerz darüber diese Abschnitte nicht gemeinsam erleben zu können. Und dies nicht rückgängig machen zu können, schmerzt noch viel mehr.
Aber kann man es wieder besser machen? Wir wissen, dass man aus Fehlern lernen sollte und wenn ich eins gelernt habe, dann ist es vergangenes irgendwann ruhen zu lassen und von neu zu beginnen. Und manchmal Dingen eine ganz neue Chance zu geben. Wir sind Erwachsen geworden und sollten vernünftig genug sein können, um über vergangenes reden zu können und dann dieses Kapitel zu schließen. Um Platz für ein neues zu schaffen.
Ich weiß, dass ich dafür bereit wäre, auch wenn es mich Kraft kostet – aber diese Kraft ist es wert. Dieser Mensch konnte und wird nie ersetzt werden, dafür habe ich viel zu viel mit Ihr geteilt, erlebt und geträumt. All‘ das was wir uns damals als kleine Mädchen erträumt und versprochen haben, ist leider nicht eingetreten und es war schmerzlicher als gedacht.

Ich habe immer das Gefühl gehabt ersetzt worden zu sein, aber scheinbar bin ich dies nicht. Und sich nun einzugestehen nicht miteinander geredet zu haben, aus Angst vor zurückweißung, aus Angst festzustellen nicht mehr Wichtig zu sein, hat mich gehemmt.

Während meiner Therapie 2015 habe ich sehr häufig über Sie gesprochen, darüber wie sehr sie mir fehlt, wie gerne ich Ihr meine neue Heimat hätte zeigen wollen. Doch aus Angst für Sie nicht mehr Wichtig zu sein, habe ich mich ihr gegenüber zurückgezogen und selbiges ist auf ihrer Seite geschehen. Und so passierte es ganz unbemerkt, man verlor sich.

Ich würde mir wünschen, dem ganzen eine Chance geben zu können, mit der Hoffnung, dass es noch nicht zu Spät ist.

Neues Jahr – Neues Glück

Wer hätte gedacht, dass 2016 so schnell an uns vorüber zieht?
Das Jahr ist so schnell vorüber gegangen und doch ist so viel geschehen. Viel negatives, viel Leid – aber auch viel positives.

Neben all dem Terror und all dem Leid, was 2016 auf diese Welt gekommen ist, gehören auch einige positiven Dinge hinzu. Vor allem jene, die man für sich selbst als positiv betrachten kann. Wo fange ich an? Mein Freund und Ich sind verlobt, seit Oktober. Das worauf ich all die Jahre gewartet habe ist endlich eingetroffen und seitdem planen wir unseren großen Tag. Ich habe im November mein Traumkleid gefunden und kann es kaum abwarten an unserem Tag in eben dieses hinein zu schlüpfen und an den Altar zu laufen.

Ich habe die Genehmigung für eine berufliche Weiterbildung bekommen. Ende Januar beginne ich mit der Fachweiterbildung „Wundmanagerin“ – daneben bin ich noch Praxisanleitung und betreue seit September unseren Auszubildenden.

Wir haben einige neue Bekanntschaften gemacht, mit denen wir mittlerweile sehr gut befreundet sind. Seit 2 1/2 Jahren leben wir nun schon hier und wir fühlen uns Pudelwohl. Wir sind froh hier zu leben und können sagen, wir sind angekommen!
Und das ist ein unheimlich gutes Gefühl.

Im kommenden Jahr möchten wir, neben der Hochzeit, auch endlich in die Familienplanung gehen. Wir möchten Schwanger werden und hoffen sehr, dass dies 2017 klappen wird. Aber wir sind optimistisch und lassen es auf uns zukommen, wenn der Zeitpunkt gekommen ist.
Dann wird mein Freund sein Studium beenden. Darüber freuen wir uns beide ziemlich, denn es wird entspannter werden. Denn bislang ist alles sehr nervenaufreibend gewesen, wenn es wieder einmal an die Lern- und Klausurenphase ging. Aber wir haben es bislang gut überstanden. Und wir werden auch die letzte bevorstehende überstehen.

 

Bis dahin wünsche ich allen, die meinen Blog verfolgen, ein schönes geruhsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das bevorstehende Jahr 2017.
Darauf, dass das kommende Jahr etwas ruhiger wird und nicht ständig von negativen Nachrichten überschattet bleibt.

Da vergeht einem die Lust…

Nachdem wir nun endlich, Location, Brautkleid, Einladungen und Kirche fest für uns haben, kommen die ganzen ungemütlichen Dinge.

Leider kann man es nicht allen recht machen, mal ganz davon ab, dass man als zukünftiges Brautpaar froh ist, wenn man irgendwie alles im Kopf behält. Es gibt allerdings Dinge im Leben, die auch wir nicht ändern können. Fangen wir einmal bei der Locationsuche an. Hurra! Wir sind Verlobt – wir möchten bitte an Tag X heiraten! Die meist gehörte Antwort: „Das tut uns leid, aber an diesem Tag sind wir schon ausgebucht.“ Frustriert sucht man dann weiter und ist froh, wenn man am Ende 4-5 Locationbesichtigungen hat für Tage, die in Frage kommen. Man muss sich eingestehen ‚wenn ich nicht 24 Monate vorher anfange zu planen, dann bekomme ich wohlmöglich keine Location an unserem Wunschdatum.‘ Also gut, somit sollte man immer ein bis zwei Alternativtermine im Hinterkopf haben. Und wenn man dies berücksichtigt, ja dann kann man endlich etwas entspannter auf Locationsuche gehen. Doch allerdings kommt dabei der nächste Punkt: das liebe Budget.
Sind wir ehrlich, wer möchte nicht auch als Prinzessin auf einem Schloss heiraten? Wer möchte nicht auch DIE perfekte Location besitzen, die all seine Wünsche abdecken? Richtig, absolut jede Braut möchte das! Der Bräutigam ist da eher bereit einige abstriche zu machen. Bei der Braut fällt das allerdings schon deutlich schwerer. Und oft kommt nach einer Besichtigung das schmerzhafte für das Portmonaie. Hochzeitspauschalen sind super verlockend, aber habt Ihr hierbei mal auf den Preis geschaut? Wenn du zu den Glücklichen zählst, die 150€ p.P. bezahlen können, dann herzlichen Glückwunsch! Dann habt ihr das große Los gezogen, sehr warscheinlich EURE Traumlocation zu besitzen.
Gehört ihr allerdings zu der Kategorie ‚Student und einfache Angestellte‘ – dann fällt euch bei dem Preis erst einmal alles aus dem Gesicht. Euer Verlobter fängt schon während der Besichtigung an zu rechnen und gibt dir unweigerlich gegen Ende zu verstehen ‚Das können wir uns nicht leisten.‘ Und auch du weißt tief in dir drin; er hat recht. Auch wenn man sich dies im ersten Moment nicht eingestehen möchte und die Location trotzdem für einen optioniert.
Also gehen wir weiter, nach der 3. Besichtigung (und für uns die vorletzte) haben wir dann eine Location gefunden, bei der wir leider wirklich Abstriche machen mussten. Dies allerdings Budgetmäßig unschlagbar war. Nachdem uns der Inhaber vermittelte, dass er keine Termine Optionieren kann, nutzen wir die Möglichkeit im Restaurant noch etwas zu essen. Man muss ja auch wissen wie der Koch ist. Nachdem auch das gepasst hat, kam leider noch ein erschwerter Punkt hinzu: Die Location ist nicht Barrierefrei. Unser Rollstuhlfahrer kommt nicht in unseren Raum. Ein ziemlich flaues Gefühl machte sich breit. Wir listeten alle Locations auf, die wir schon hatten (von der letzten hatten wir schon eine Hochzeitsmappe mit Preisen per Email erhalten) und mussten feststellen, dass dies leider die einzige Location ist, die wir uns finanziell leisten konnten.
Natürlich gibt es Möglichkeiten einen Rollstuhlfahrer in das Stockwerk zu bucksieren, doch da blieb natürlich die Frage offen, ob derjenige dies auch möchte. Da wir die Location direkt für uns sichern mussten, haben wir den Buchungsvertrag unterschrieben.
Unseren Rollstuhlfahrer haben wir dann im nachhinein darüber informiert, mit der bitte, dass er es sich überlegen sollte.
Gestern bekamen wir dann den Anruf von Ihm, dass er es nicht möchte und demnach nicht kommen wird. Sicher ist dies ein heftiger Niederschlag, wenn er nicht kommen kann. Immerhin ist es einer der besten Freunde meines Verlobten. Aber mein Verlobter erklärte ihm, zumindest versuchte er es, wieso es diese Location wurde. (Mal ganz davon ab, das wir uns eigentlich nicht rechtfertigen müssten, aber bei der Planung so gut es ging versucht haben zu berücksichtigen dass wir eine Barrierefreie Location bräuchten)
Am Abend bekam Ich von seiner Freundin dann eine ziemlich freche und gemeine Nachricht – in der wir beide hingestellt wurden, als hätten wir unsere Location ganz absichtlich so gewählt dass er nicht kommen könnte. Als wären wir schlechte Menschen. Das wir allerdings bis zum Schluss versucht haben eine Lösung hierfür zu finden, das wird außer Acht gelassen.

Wisst ihr, wenn man solche Nachrichten bekommt, hat man einfach keine Lust mehr. Man macht und tut und versucht sein bestmöglichstes und wird am Ende hingestellt als wäre man das letzte. Desweiteren wird mit halbwissen um sich herum geworfen, wir hätten nur wegen des Datums keine andere Location gewählt. Witzigerweiße fiel ein Alternativdatum auf den 07.07. und 08.07. – dies war ursprünglich gar nicht so gewollt. Denn ursprünglich wollten wir den 01.07. als Hochzeitstag haben. Aber wir haben ja nur wegen des Datums diese Location gewählt. Ja das ist schon recht so…
Mir fehlen hierzu wirklich die Worte und ich finde es absolut unverschämt, dass man sich soetwas anhören muss. Da ist man froh die großen Brocken wie Location, Kleid und Einladungen endlich fertig zu haben und dann kommt soetwas daher.
Und sind wir ehrlich, nach meinen bisherigen Erzählungen und auch derer die ich von Freunden gehört habe, ist die Locationsuche das absolut schwierigste an der ganzen Hochzeitsplanung.

Nun versuche ich mich erst einmal wieder zu beruhigen….und gehe den Tag irgendwie an.
Denn auskurieren muss ich mich auch noch.

Ja! – & das ganze Planungschaos

Es ist soweit, nächstes Jahr werde ich mit meinem Herzmann vor den Altar treten. Ja!
Was mir keiner vorher gesagt hat, wie nervig es ist, eine Location zu finden, sich auf ein Schema der Einladungen zu einigen und und und.
Allein bei den Einladungen gehen wir schon ziemlich auseinander. Ich liebe es leicht verspielt, kitschig und mit Spitze. Mein Herzmann mag es eher schlicht. Neben den ganzen Dingen, die ich schon seit Monaten plane und sammel an Inspiration, verpuffen so ziemlich die Hälfte im Nichts. Weil wir uns diesbezüglich nicht einig sind und noch einen Kompromiss suchen müssen.

Die Location ist wohl das aufwendigste und schwierigste an der ganzen Planung.
„Tut uns leid, da haben wir schon eine Hochzeit“
„Da sind wir leider schon verbucht“
„Haben Sie einen Alternativtermin?“
Diese und noch einige Fragen mehr, bekomme ich seit ca. einer Woche von den potenziellen Locations zu hören. Wieso hat mir niemand gesagt, wie anstrengend und Nervenaufreibend das ist? Vor allem, wenn die Traumlocation schon vergeben ist? Also weiter hinsetzen und telefonieren. Termine ausmachen zum besichtigen und hoffen, dass das gewollte Datum auch erst einmal bis zur besichtigung reserviert bleibt.

Am 20.Oktober gehe ich dann mit meinen Mädels zur Brautkleidanprobe.
Gestern auf der Fürther Hochzeitsmesse hatte ich schon einmal eine ganz hübsche A-Linie anprobiert. Zur Inspiration. Natürlich war es nicht DAS Kleid, immerhin saß der Herzmann mit dabei und dieser darf das ausgewählte Kleid ja gar nicht sehen. Nun hoffe ich, dass ich an diesem Tag wenigstens mein Kleid schon finde und dieses Thema somit abgeschlossen ist. Damit wir uns rundum um den Rest kümmern können. Denn schließlich sind es bis Juli 2017 nur noch 9 Monate.
Bis dahin heißt es, erst einmal etwas sortieren, alles aufschreiben und versuchen ruhig zu bleiben.

Die Tage werden kürzer

Es ist schon wieder eine ganze Weile her dass ich hier auf meinem Blog einen Beitrag veröffentlicht habe. Die 38,5 Std Woche macht sich auf der Arbeit ziemlich bemerkbar und ich stoße immer häufiger an meine Grenzen.

Erst letzte Woche hatte ich Geburtstag und wurde sage und schreibe 24 Jahre alt. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Früher habe ich mir nie vorstellen können, jemals so ‚alt‘ zu werden. Und nun bin ich es und befinde mich inmitten einer Findungsphase. Inmitten meiner Wünsche, Bedürfnissen und Träumen.
Ich hoffe sehr, dass ich bald das gehütete Geheimniss lüften darf, welches ich derzeit mit mir herumtrage.

Zu meinem Geburtstag habe ich eine Nähmaschine bekommen. Dankeschön Mutti. (:
Nun beginne ich also doch noch mit dem Nähen, obwohl ich nie interesse daran hatte, kam der Wunsch es einmal auszuprobieren immer mehr auf. Und nun habe ich die Möglichkeit dazu. Darüber freue ich mich wirklich sehr und ich hoffe ich werde euch demnächst die ersten Ergebnisse und Erfahrungsberichte präsentieren können.

Seit einem Monat nehme ich auch kein Antidepressiva mehr. Bislang geht es mir gut damit und ich komme gut über den Tag. Auch wenn ich manchmal glaube, dass die Durchhänger die ich habe, von dem absetzen kommen. Aber man muss versuchen dem erfolgreich entgegenzuwirken. Auch wenn es nicht immer so einfach ist, es ist machbar. Ich bin aber ehrlich gestanden sehr beruhigt, dass es ohne Therapie und Medikamente so gut läuft. Die Therapie hat mir mehr geholfen als ich anfänglich erwartet habe und zum guten Schluss hatte ich das Gefühl, dass mir die gute Dame gar nicht mehr helfen kann. Dem war allerdings nicht so und ich bin wirklich dankbar für ihre Hartnäckigkeit und Direktheit. Damit hat Sie mir oft geholfen alles noch einmal zu hinterfragen und vor allem über den Tellerrand zu schauen. Es gibt ein Leben hinter der Depression!
Und auch wenn die Tage nun wieder kürzer werden (gefühlt – Tatsächlich sind sie immernoch 24std lang) habe ich ein gutes Gefühl in mir.
Ich kann mir Traurigkeit viel besser umgehen, verstehe meine Emotionen und kann Sie in klare Worte fassen. Kann Hilfe und Unterstützung annehmen, ebenso lieb gemeinte Worte, ohne diese gleich persönlich zu nehmen.
Das alles sind Eigenschaften, die ich lernen musste. Und wer gedacht hat, dass man mit mitte 20 das nicht mehr kann, der liegt hier falsch!

Es vergeht, einfach so, unbemerkt..

Heute Morgen habe ich die ersten Hochzeitsfotos meiner ehemaligen besten Freundin auf Facebook gesehen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wieso mich das so mitzieht. Ist es die Tatsache, dass ich dieser Freundschaft so hinterhertrauere? Dass ich nicht eingeladen war oder gar von der Hochzeit gewusst habe. Oder eben auch dass Sie vor mir dran gewesen ist, obwohl ich mir schon so lange eine Hochzeit wünsche.
Bei letzterem spricht natürlich der pure Neid und auch ein wenig der Gedanke es nicht gönnen zu können. Aber ich versuche dieses Gefühl gering zu halten. Sie kann am wenigsten für meine Sehnsüchte und Wünsche.

Traurig ist es allerdings dass diese Freundschaft so zerbrochen ist. Einfach so … als hätten wir es nie wirklich bemerkt. Wir haben wirklich viel erlebt und es tut weh nun Menschen an ihrer Seite zu sehen, die damals nie so nahe gerückt sind wie wir beide. Es macht mir ein mulmiges Gefühl im Bauch .. als hätte ich etwas ganz wertvolles verloren. Ehrlich gesagt habe ich das auch. Einen Menschen ziehen zu lassen ist sehr schmerzhaft. Und ich glaube, das ist die einzigste Person, der ich im nachhinein wirklich so hinterhertrauere.
Viele Menschen sind aus meinem Leben getreten, allein nur weil ich 200km von meiner Heimat weg gezogen bin. Oft bekam ich dann das Gefühl vermittelt, dass es alleine an mir liegen würde, dass Freundschaften vergangen sind. Nur weil ich mich angeblich nicht mehr gemeldet hätte oder nie darüber informiert hätte dass ich umziehe. Von diesen Menschen sich zu trennen, war zwar schmerzhaft, aber nicht so schwer. Es ist ein Unterschied ob man eine Freundschaft seit mehr als die Hälfte seines Lebens hält oder ob sie nur einige Jahre anhielt.

Ich bin, seitdem ich die Bilder gesehen habe, sehr nachdenklich. Sehr betrübt und auch ein Stück weit enttäuscht. Es tut weh und der Schmerz lässt nicht nach, auch wenn ich es hier niedertippe.