Von Sehnsüchten und unerfüllten Wünschen

Jeder Mensch kennt es, jeder Mensch hat es und jeder Mensch hat oft schwierigkeiten genau darüber zu sprechen. Über Sehnsüchte und unerfüllte Wünsche, die schon sehr lange in einem herumgeistern. Oftmals sind es Wünsche, die zu Sehnsüchten werden, die von Neid geplagt und von Traurigkeit begleitet werden. Und doch sind es die kleinen Dinge, die einem zu den Wünschen näher bringt.

Neben der Tatsache, immer wieder ein Realist zu sein und in seinen Bedürfnissen zurückstecken zu müssen, weil man immer wieder Kompromisse eingehen muss, liegt es auch sehr nahe, dass man sich in seinen Sehnsüchten verliert. Sie beginnen allmählich den Alltag zu bestimmen, es gibt kaum noch Minuten in denen man an etwas anderes denken kann. Sich fallen lassen fällt zunehmend schwerer und schon landet man in einem Strudel voller Gedanken, die man nicht mehr richtig sortieren kann. In diesen Momenten fällt es immer schwerer sich mitzuteilen, die richtigen Worte zu finden ohne Egoistisch wirken zu wollen. Denn man ist und war ja schon immer bereit Kompromisse einzugehen, aber wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen auch einmal seine Bedürfnisse und Sehnsüchte einzufordern? Darf ich das überhaupt? Was denken andere darüber?
Neben all den Sehnsüchten und Wünschen kommen nun auch noch Schuldgefühle hinzu. Man malt sich Szenarien aus, die eintreffen könnten, spielt den 3.Weltkrieg im Kopf durch und zerbricht letztendlich an seinen eigenem Gedankenchaos. Erschöpft und ausgelaugt liegt man am Abend auf seinem Bett, das einschlafen fällt schwer, denn die Gedanken kreisen weiter. Man kann Sie nicht einfach ausstellen. Es gibt keinen An und Aus Schalter.

Es beginnt sich zu drehen. Um einen herum beobachtet man all die glücklichen Menschen, die Ihren Wünschen und Zielen nachkommen können. Ob sie das selbe durchgemacht haben wie man das selbst tut? Man kann sicher davon ausgehen, denn jeder muss manchmal auf das warten, was man sich sehnlichst wünscht. Und trotzdem fragt man sich selbst, was man falsch gemacht hat, obwohl man alles richtig getan hat. Man ist auf dem richtigen Weg und sieht das Licht vor lauter Dunkelheit nicht. Warum müssen andere Menschen wesentlich kürzer warten als Ich selbst? Wo ist hier die Fairness? Doch was ist schon Fair?

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‚Es kommt alles zu seiner Zeit.‘ – ‚Du musst nur Geduld haben.‘ – ‚Nicht immer geht alles sofort.‘
Doch warum? Aus welchem Grunde müssen Menschen wie ich immer und immer wieder das Gefühl bekommen zurück stecken zu müssen? Wünsche und Sehnsüchte hinten anzustellen, nur weil der Gegenüber sich über einen stellt. Aus welchem Grunde ist es so schwierig, dass der Gegenüber nicht auch einmal einen Kompromiss eingehen kann? Was fällt so vielen Menschen daran so schwer? Oder ist es nur ein Problem, dass ich mit mir selbst habe?

Man versucht die Welt aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, man schaut über den Tellerrand und versucht andere Sichtweisen nachvollziehen zu können. Doch trotz all diesen Versuchen schwindet der Wunsch und die eigene Sehnsucht nicht im geringsten. Es verstärkt sich viel mehr und man kann dieses Gefühl nicht aufhalten. Doch man kann sich nicht mehr mitteilen, man hat den Absprung verpasst, die richtigen Worte nicht gefasst. Und nun ist all das wichtige in einem vollkommenen Chaos vergraben. Bis es sich wieder den Weg an die Oberfläche bahnt.

Und obwohl wir meinen, dass alle auf dieser Welt verschieden sind, sind wir doch in einem Punkt immer gleich.

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