Die Zeit verändert … dich, mich und alles andere

Wenn ich auf mein früheres Ich zurück blicke, dann ist es ein ziemlich großer Unterschied zu heute. Ich habe mich verändert, still und heimlich. Solche Prozesse gehören zum Leben dazu und man lernt, damit umzugehen. Dass Menschen einen verlassen, im Regen stehen lassen und sich nicht mehr um die Freundschaft kümmern, die einst bestand.
Stattdessen hört man immer häufiger ‚Sie hat sich so verändert.‘ ‚Sie hat sich ja nicht einmal gemeldet.‘ Dass man nach einem Umzug allerdings alles andere im Kopf hat, das bedenkt hierbei niemand. Es gab nur wenige Menschen, die mich nach unserem Umzug gefragt haben, wie alles gelaufen ist und ob wir gut angekommen sind. Andere, von denen ich dachte, sie seien meine wichtigsten, haben nicht einen müden mucks von sich gegeben. Aber anstatt sich doch einfach mal zu melden, muss ich hören, dass sie sich geärgert haben, dass ich nichts gesagt hätte. Dabei wussten genau diese Menschen, wann und wohin ich ziehe. Aber das ist der Lauf der Zeit, das Leben, die knallharte Realität. Ich muss akzeptieren lernen, so schmerzlich es auch sein mag.
Abschließen, mit Dingen die mein Leben in der Zukunft belasten würden.

Zudem bin ich nicht mehr das kleine Blonde Mädchen, dass stetig auf Hilfe angewiesen ist. Ich bin nicht mehr so zerbrechlich wie ich es einst gewesen bin. Ich durchlebe einen Entwicklungsprozess der sich „erwachsen werden“ nennt. Dinge selbst in die Hand nehmen, Verantwortung dafür tragen. Wer kann schon von sich behaupten, dies fast ganz allein bewerkstelligt zu haben?
Ich bin wirklich traurig über verflossene Freundschaften, die nur wegen einer Entfernung zerborsten sind. Und ich habe aufgehört, allen hinterher zu laufen. Das habe ich oft und lang genug gemacht. Und wer nicht will, der hat schon, nicht wahr?

Früher war ich anders, ich habe ausschließlich schwarze Kleidung getragen, auffällige Accessoires. Ich wollte auffallen, mich mitteilen, nicht mit dem Strom schwimmen. Doch heute ist das anders. Meine Farbvorlieben haben sich von Grund auf verändert, ich mag die ‚Farbe‘ Schwarz zwar immernoch, allerdings ist es nicht mehr ausschließlich und ich kombiniere gerne mit Pastell-Tönen. Helle Farbtöne, die den inneren Frieden darstellen sollen. Ich kann behaupten, dass ich eins mit mir geworden bin. Ich schaue mich nicht mehr im Spiegel an und verabscheue mich, nein ich sehe eine starke Frau, eine Kämpferin, die nicht aufgibt. Sei der Weg auch noch so schwer.
Ich habe gelernt, dass es immer irgendwie weiter geht. Man Probleme aus der Welt schaffen kann und für seine Dinge selbst verantwortlich ist. Dass man nicht immer alles so extrem persönlich nehmen muss und wenn Freundschaften kaputt gehen, ich nicht alleine dafür verantwortlich bin. Es gehören immer zwei dazu. Und nicht nur ich allein.

Die Zeit verändert alles und ich bin froh meinen Weg zu gehen.
Ich bereue nichts davon.

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