Hier und heute – Rückblick die Zweite

(…) Mir geht der Schichtdienst auf die Nerven. Aber so richtig.
Eventuell werde ich im nächsten Jahr auf Nachtdienst umsatteln. Dass ich dass nur noch hauptsächlich mache. So würde ich meine Arbeitszeit etwas regeln. Und mein ganzer Tag geht nicht flöten. Ich werde das einmal mit meiner Chefin besprechen.

Alles in allem war es wohl doch ein recht gutes Jahr.
Und ich weiß nicht so recht, was ich darüber berichten soll. Es bestand aus viel Alltag und sich finden. Ich würde sagen, ich bin mich dieses Jahr mehr als nur einmal selbst suchen gegangen. Und es ist nicht immer einfach, dieser Weg. Aber man bestreitet ihn dann eben. Ob man nun will oder nicht.

Mein diesjähriges Weihnachtsfest besteht aus wenigen Stunden mit meinen liebsten. Spätdienst verdirbt mir das dieses Jahr gewaltig, auch wenn ich es mir selbst in den Wunschplan so eingetragen habe…habe ich ausgerechnet mit den Kollegen Dienst, die mir auf kurz oder lang ziemlich auf die Nerven gehen. Mit denen man sich nicht so recht austauschen kann. So vergeht die Zeit noch weniger. Und man dümpelt so auf der Arbeit umher. Das ist wirklich lästig, kann ich euch sagen. Und am liebsten würde ich mich Krank schreiben lassen. Aber ich war dieses Jahr schon viel zu oft Krank. Da wäre es doch jetzt wirklich auffällig. Und auch wenn ich anfangs dachte, dass mir Spätdienst an Weihnachten nicht so wirklich etwas ausmacht, habe ich mich darin gewaltig getäuscht. Es macht mir was aus! Aber so richtig.
Tja, hast du echt super gemacht. Und jetzt musst du durch! … Folgen ja ’nur‘ noch 6 Spätdienste. NUR!

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Ich fühle mich so unendlich alleine mit meinen Gedanken.
Wer versteht es schon, wenn man ewig und drei Tage im Schichtdienst tätig ist. Feiertag und Wochenende für einen ein Fremdwort ist. Wer versteht schon, dass man aufgrund des Spätdienstes wirklich zu fast nichts kommt. Man müsste sich aufraffen…aber ist es zu viel verlangt, neben der ständigen Hausarbeit auch Zeit für sich haben zu wollen? Aber vielleicht ist das nur wieder einmal eine falsche Ansicht meiner Seits. Vielleicht sehe ich das alles nur zu eng und ich müsste wirklich einmal meine Zeit „nur besser einteilen“. Einfach so morgens um 6Uhr aufstehen, wenn man am Vorabend erst um 21Uhr von der Arbeit nach Hause gekommen ist. Wieso muss man sich eigentlich immer vor allen dafür rechtfertigen? Eine echt miserable Gesellschaft, das muss einmal gesagt sein. Nicht nur, dass mein Job schlechter gemacht wird, als er wohl wirklich ist. Nein er ist eigentlich wirklich gar nicht einmal so gut. Aber die Vorurteile über diesen Beruf überschatten die etwas anderen Seiten.

2016 wird ordentlich für das Fachabitur gearbeitet. Im Januar steht die Einsendeaufgabe für Deutsch Grundstufe an. Buchvorstellung schreiben und ein Gespräch analysieren. Soetwas kann ich gut. In etwas hineininterpretieren, darin bin ich absolute Weltmeisterin. Und danach stelle ich mich dem Grauen: Mathematik. Ich kann es ja nicht ewig vor mir her schieben. Aber auch das ist irgendwie machbar. Da bin ich mir absolut sicher. 2018 werde ich dann, wenn möglich, mein Pflegepädagogik Studium beginnen. Raus aus der ganzen Sippe … Raus aus der Schicht … Endlich das machen, wonach ich mich sehne. Endlich nicht mehr zurückstecken müssen. Endlich, endlich, endlich …

Doch der Weg ist so weit…

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